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PROJEKT: MIKROSIMULATIONEN  
Was sind Mikrosimulationen?

Mikrosimulationsmodelle definieren eine Menge von Regeln (z.B. ein Steuer- und Sozialsystem) und wenden diese Regeln auf repräsentative Individualdaten (sog. Mikrodaten) an. Im Rahmen von Simulationen kann dann bestimmt werden, wie sich Änderungen der Regeln auf die Individuen auswirken.

Darüber hinaus können, je nach Umfang und Ausprägung des Modells, Änderungen des Verhaltens der Individuen als Reaktion auf die Änderungen der Regeln simuliert werden.

Welche Fragen können wir beantworten?
Im Bereich der Sozial- und Wirtschaftspolitik können bspw. folgende Fragestellungen beantwortet werden:
  • Wie stark profitieren Familien/Alleinstehende/Alleinerzieher von einer Steuerreform?

  • Wie viel kostet eine Reform des Einkommensteuertarifs und durch welche Umschichtungen könnte sie finanziert werden?

  • In welchem Ausmass nehmen Frauen bei einer Reform des Kinderbetreuungsgeldes stärker am Arbeitsmarkt teil?

  • In welchem Ausmass werden die Anreize, eine Arbeit aufzunehmen, durch die Einführung einer bedarfsorientierten Mindestsicherung gesenkt?

Vorteil von Mikrosimulationen

Der entscheidende Vorteil von Mikrosimulationen in der Steuer- und Sozialpolitik ist, dass neben der Änderung der Haushaltseinkommen und des Steueraufkommens (Erstrundeneffekten) auch die Veränderung von Beschäftigung bzw. Arbeitslosigkeit (Zweitrundeneffekte) berechnet werden können. Diese können auftreten, da Reformen des Steuer- und Transfersystems über Veränderungen von Grenzsteuersätzen oder Unternehmensabgaben typischerweise die Anreize zur Aufnahme einer Beschäftigung und zur Nachfrage nach Arbeitskräften verändern.

Vor allem im Ausland ist es daher seit geraumer Zeit gängige Praxis, dass insbesondere politische Parteien, Verbände und Interessensgruppen Mikrosimulationen breits in der Phase der Reformentwicklung intensiv dazu nutzen, Reformvorhaben im Sinne der wirtschaftspolitischen Ziele optimal anzupassen bzw. Verteilungswirkungen konkurrierender Reformvorschläge wissenschaftlich fundiert zu analysieren.

Das Austrian Tax-Transfer Model ATTM
  • ATTM - Datengrundlage

  • Das Modell basiert auf einer repräsentativen Befragung von 6.000 Haushalten und bildet die Abgaben auf Arbeits- und Kapitaleinkommen sowie Transfers (bspw. Arbeitslosengeld, Familienbeihilfe, Familienförderungen der Bundesländer, Sozialhilfe etc.) für Österreich ab.

  • ATTM - Entwicklung

  • Das Mikrosimulationsmodell ATTM (Austrian Tax-Transfer Model) ist in Kooperation mit Prof. Dr. Viktor Steiner (Freie Universität Berlin) entstanden.

  • ATTM - Dokumentation (in Englisch)

  • Die Dokumentation können Sie hier herunterladen.
    (Dokumentation wird derzeit überarbeitet. Die aktualisierte und erweiterte Fassung steht voraussichtlich bis 04/2012 zum download zur Verfügung.)

Publikationen und Working Papers
  • Haigner, S., Jenewein, S., Wakolbinger, F. (2011). Labor demand effects of social policy reforms. Working Paper.

  • Steiner, V., Wakolbinger, F. (2010). Wage Subsidies, Work Incentives, and the Reform of the Austrian Welfare System. IZA Discussion Paper 5191.

  • Steiner, V., Wakolbinger, F. (2008). Reformvorschläge zur Lohn- und Einkommensbesteuerung in Österreich - Eine Mikrosimulationsanalyse der Entlastungs- und Verteilungswirkungen. Wirtschaftspolitische Blätter 55 (4), 797 - 818. Manz - WKO.

Presse
Die Berichterstattung in den Printmedien finden Sie unter Presse.


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Wir sagen

DANKE

all jenen Müttern & Vätern, die an der Befragung zum Thema Kinderbetreuungsgeld teilgenommen haben.
 
Presse  
Veröffentlichung  
Langzeitstudie  
November 2011
Die Tageszeitung Die Presse präsentiert prominent die Ergebnisse zum Thema Reform der Bedarfsorientierten Mindestsicherung aus der Serie GAWKompakt.

Mehr dazu hier.

2012 (forthcoming)
Der Artikel Keep on workin' wird von Basic Income Studies zur Publikation angenommen. "This article provides a seminal contribution to one of the most important issues of basic income research [...] and is well written and of high quality (Referee-Report).

Das working paper finden Sie hier.

Gemeinsam mit der WK Tirol führt die GAW eine Langzeitstudie zum Spar- & Konsum-verhalten der Tiroler und Tirolerinnen durch.

Details zum Projekt finden Sie hier.


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