Forschung

Wer über Förderalismus nachdenkt, denkt meist über die Frage nach, wie die Aufgaben zwischen Bund, Ländern und Gemeinden optimal verteilt sein sollen (Kompetenzverteilung) oder etwa über die Verteilung der Einnahmen- und Ausgabenhoheit.

Wer aber echten Föderalismus politisch lebten möchte, muss sich auch die Frage stellen, wo die Bundesbehörden zur Erfüllung der Bundesaufgaben letzendlich domiziliert sein sollen - oder zumindest für deren Konzentration auf Wien gut Gründe liefern.

Denn die Frage, wo Einrichtungen der Bundesverwaltung anzusiedeln sind, ist von erheblicher regionalwirtschaftliche Bedeutung, wie eine akuelle Studie der GAW und des IFÖ zeigt. Zentrale Frage und Ergebnisse der Studie sind:

FORSCHUNGSFRAGE:

Wie stark sind die regionalwirtschaftlichen Effekte, die mit einer Verlagerung ausgewählter Bundesbehörden einhergingen?


ERGEBNIS:

Wie die Berechnungen zeigen, sind die Effekte auf Wertschöpfung, Einkommen und damit letztlich auf die regionale Kaufkraft erheblich und gehen in die Milliarden.

Zudem würde der regionale Arbeitsmarkt spürbar von der Verlagerung von Einrichtungen der Bundesverwaltung profitieren - nicht zuletzt auch durch die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen für Hochqualifizierte.

Beides erzeugt eine positive Sogwirkung und würde die berechneten Effekte zusätzlich verstärken.